Türkische Luftwaffe bombardiert Kurden
Türkische Kampfflugzeuge haben kurdische Rebellen im Nordirak bombardiert. Der Angriff habe sich gegen eine Gruppe von Kämpfern gerichtet, die sich der türkischen Grenze genähert hätten, hieß es in einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Der türkische Fernsehsender NTV berichtete, an dem Angriff in der Region von Zap und Hakurk hätten etwa 20 Kampfflugzeuge teilgenommen. Ein Sprecher der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), Ahmed Danis, sagte, es seien mindestens drei Dörfer in den Kandil-Bergen bombardiert worden.
US-Forscher schaffen künstliches Leben
Ein Team um den US-Genforscher Craig Venter hat erstmals eine Zelle mit komplett künstlichem Erbgut geschaffen. Der Gensatz sei komplett aus chemischen Elementen im Labor erzeugt und in ein Bakterium eingesetzt worden, teilte Venter mit. Der Durchbruch in der Forschung könne zum Beispiel zur Züchtung künstlicher Bakterien zur Erzeugung von Bio-Kraftstoffen oder zum Einsatz gegen Umweltverschmutzung führen.
Stahlproduktion steigt um 31 Prozent
Die weltweite Rohstahlproduktion hat in den ersten vier Monaten des Jahres um knapp ein Drittel zugelegt. Motor der Entwicklung war erneut China. Der weltgrößte Stahlerzeuger und Verbraucher verzeichnete allein im April einen Rekordhoch bei der Herstellung. Wie der Weltstahlverband mitteilte, stieg die globale Produktion im ersten Jahresdrittel um 31,8 Prozent auf 467,8 Millionen Tonnen.
Kunstdiebstahl: Alarm seit Wochen defekt
Eine kaputte Alarmanlage hat vermutlich den schwersten Kunstdiebstahl aller Zeiten in einem Pariser Museum ermöglicht. Ein Teil der Alarmanlage sei in einigen Räumen seit knapp vier Wochen defekt gewesen, teilte die Stadt Paris am Donnerstagabend auf ihrer Website mit. Die zuständige Firma warte auf ein Ersatzteil eines Zulieferers, hieß es weiter. Bürgermeister Bertrand Delanoë forderte eine Untersuchung, inwiefern technische Mängel oder menschliches Versagen dazu beigetragen haben, den Diebstahl zu ermöglichen. Mehr zum Thema...
Google geht ins Fernsehen
Google geht ins Fernsehen. Mit der Plattform Google TV will der Internet-Riese TV und Web miteinander verschmelzen. Die Grundidee von Google TV ist, dass TV-Programme und Web-Dienste nahtlos zusammen genutzt werden können, wie der Internet-Konzern auf einer Entwicklerkonferenz in San Francisco erläuterte. So kann man sich zum Beispiel eine Fernsehsendung ansehen und gleich danach Videos von Googles Online-Dienst YouTube oder einer anderen Internet-Plattform aufrufen.
Ölpreis weiter gefallen
Der Ölpreis ist am Donnerstag auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten gefallen. An der New Yorker Rohstoffbörse sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) um nahezu acht Prozent auf 64,53 Dollar. Als Grund nannten Marktteilnehmer die zunehmende Besorgnis über die Wirtschaftsentwicklung in Europa.
Wulff für flexible AKW-Laufzeiten
Im Streit um die Laufzeiten von Atomkraftwerken schlägt Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) einen Kompromiss vor. Alte Meiler, die nicht dem neuesten Stand der Technik entsprechen und Mängel haben, sollten sofort vom Netz gehen, sagte Wulff der Oldenburger „Nordwest-Zeitung“. Neuere Kraftwerke sollten dagegen länger laufen als geplant.
Keine heiße Spur im Entführungsfall
Die Ermittler im Heidenheimer Entführungsfall treten nach wie vor auf der Stelle. Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ sind bei dem Sender und der Heidenheimer Polizei rund 100 Hinweise zum Fall der entführten Bankiersfrau Maria Bögerl eingegangen. Es gebe aber keine neuen Erkenntnisse, wo sich die 54-jährige Frau befinde, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Mehr zum Thema...
Biberanlage entsteht im Schloss Bleckede
Das Leben der Biber soll künftig im Bleckeder Elbschloss lebensnah zu beobachten sein. Am Donnerstag wurde in dem Elbestädtchen im Kreis Lüneburg mit dem Bau einer Biberanlage begonnen. Gleichzeitig entstehe in der historischen Remise eine Aquarienlandschaft mit acht Großbecken, teilte ein Sprecher der Elbschloss Bleckede GmbH mit, die dort seit mehr als zehn Jahren die Natur des Biosphärenreservats Elbtalaue zeigt.
Ifo-Institut kritisiert Euro-Rettungspaket
Das Euro-Rettungspaket widerspricht laut einer Studie des Forschungsinstituts Ifo deutschen Interessen. „Der Rettungsschirm ist für Deutschland ein unkalkulierbares Abenteuer und eine sichere Wachstumsbremse“, erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn in München. Bundesbank-Präsident Axel Weber verteidigte das Paket dagegen. Über den deutschen Anteil am Rettungsschirm will der Bundestag an diesem Freitag entscheiden. Er sieht Kredit-Garantien von bis zu 148 Milliarden Euro in drei Jahren vor.