Tugan Sokhiev neuer DSO-Chefdirigent
Der junge Ossete Tugan Sokhiev wird neuer Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters (DSO) Berlin. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa löst der 1977 in Nordossetien geborene Musiker den bisherigen Chefdirigenten Ingo Metzmacher (52) ab. Dieser hatte seinen Vertrag aus Protest gegen fehlende Finanzmittel nicht über 2010 hinaus verlängert. Das Orchester will den neuen Pultchef am Montag in Berlin vorstellen. Eine offizielle Bestätigung für die Personalentscheidung gab es zunächst nicht. Das Deutsche Symphonie-Orchester gehört nach den Berliner Philharmonikern zu den Spitzenorchestern in der Bundeshauptstadt, aber auch in ganz Deutschland. Seine Struktur steht derzeit auf dem Prüfstand. Frühere Chefdirigenten waren Kent Nagano, Lorin Maazel und Riccardo Chailly.
Baby auf Tankstelle zurückgelassen
Heute morgen gegen 07:20 Uhr wurde bei einer Esso-Tankstelle in Tönning (Schleswig Holstein) ein neugeborenes Baby lebend aufgefunden. Der Junge war in einem an einer Außenwand im Bereich der SB-Autowaschplätze hängendem Waschbecken abgelegt worden. Das Kind wurde in ein Heider Krankenhaus gebracht. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Die Bezirkskriminalpolizei Flensburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Es liegen derzeit noch keine Hinweise auf die Mutter vor. Die Polizei sucht dringend Zeugen, die im Bereich der Essotankstelle etwas Auffälliges bemerkt haben oder Personen, die in ihrem Freundes- oder Verwandtenkreis eine schwangere Frau haben, die jetzt unerklärlicherweise kein Kind vorweisen kann. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Flensburg, Tel. 0461/484-0 oder über Notruf 110 bei jeder Polizeidienststelle.
Grill im Wohnwagen: 26-Jähriger stirbt
Weil er im Wohnwagen grillen wollte, ist ein junger Mann (26) in Brandenburg gestorben. Die Polizei in Cottbus geht von einer Rauchgasvergiftung aus, teilte sie am Samstag mit. Die Leiche des Mannes aus dem Landkreis Oder-Spree sei am Morgen in seinem Wohnwagen auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Preschen gefunden worden. Ein Freund (23) des Opfers kam ins Krankenhaus. Die beiden Motorsportfans hatten sich am Vorabend getroffen.
Flugzeug mit 169 Passagieren notgelandet
Ein slowakisches Flugzeug mit 169 Passagieren an Bord ist auf der griechischen Urlauberinsel Kos notgelandet. Die Insassen seien über Notrutschen aus der Maschine gekommen, teilte am Samstag ein Flughafensprecher mit. Grund für die Notlandung sei ein Feuer in einem der Triebwerke gewesen. Unter den 169 Passagieren der Boeing 737-400 der Charterfluggesellschaft AirExplore war auch ein Baby. Die Maschine war auf dem Weg vom italienischen Verona nach Kos, als das Feuer ausbrach. Deshalb beantragte der Pilot beim Flughafen der Urlauberinsel in der Ägäis die Notlandung.
Rosenheim: Suche nach Täter
Die Suche nach dem mutmaßlichen Doppelmörder aus Rosenheim dauert auch nach einem Hinweis aus der Bevölkerung an. Am Freitag hatte die Rosenheimer Polizei neue Bilder des Tatverdächtigen veröffentlicht. Zudem wurden Flugblätter verteilt. „Daraufhin haben wir gestern einen Hinweis aus der Bevölkerung erhalten“, sagte ein Beamter der Polizei. „Der Mann soll sich im Raum Rosenheim aufhalten.“ Die daraufhin eingeleitete Suche blieb jedoch erfolglos.
Tony Blair mit Eiern beworfen
Bei der ersten Signierstunde für seine Memoiren ist Tony Blair in Dublin mit Eiern und Schuhen beworfen worden. Etwa 200 Kriegsgegner protestierten vor der Buchhandlung in der irischen Hauptstadt am Samstag. Als der ehemalige britische Premierminister aus seinem Auto stieg, regnete es Eier und Schuhe. Blair wurde jedoch nicht getroffen.
Sechs Tote bei Anschlag in Kunduz
Ein Selbstmordattentäter hat in der nordafghanischen Provinz Kunduz sechs Menschen mit in den Tod gerissen und fünf weitere verletzt. Der Mann sprengte sich auf einem Motorrad in der Provinzhauptstadt Kunduz in die Luft, wie Polizeichef Abdul Rasak Jakubi erklärte. Bei den Toten handelt es sich um fünf Polizisten und einen Zivilisten.
Trio trickst Kunstwelt aus
Ein Trio soll die Kunstwelt mit hochkarätigen Fälschungen ausgetrickst haben. Nach einem Zeitungsbericht sollen ein Mann und zwei Frauen bis zu 20 gefälschte Gemälde, die angeblich aus einer Privatsammlung stammen, über Auktionshäuser versteigert haben. Der Schaden gehe in die Millionen, schrieb die „Welt am Sonntag“.
Rechter Aufmarsch in Dortmund
Das Bundesverfassungsgericht hat in einer Eil-Entscheidung eine Demonstration von mehr als 1000 Rechtsextremisten in Dortmund wenige Stunden vor dem Start erlaubt. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Sie hatte die für den Mittag geplante rechtsextreme Demonstration aus Sicherheitsgründen verboten. Mehr als 10 000 Menschen werden zu Gegendemonstrationen erwartet.
209 deutsche Hooligans festgenommen
209 deutsche Hooligans sind nach Krawallen am Rande des EM-Qualifikationsspiels zwischen Belgien und Deutschland (0:1) in Brüssel vorübergehend festgenommen worden. Dies gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt. Nach Feststellung der Personalien wurden die Randalierer im Laufe des Abends und der Nacht aber alle wieder freigelassen. Nach dem Match blieb in Brüssel alles ruhig.
Wowereit will Kita-Pflicht
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat sich für eine Kita-Pflicht ausgesprochen. Die in Berlin eingeführte gebührenfreie Kita helfe, mehr Kinder aus sozial schwachen Familien an frühkindlicher Bildung teilhaben zu lassen, sagte der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für die „Berliner Zeitung“.
Toter bei Schießerei in Korsika
Mitten auf einem belebten Dorfplatz sind auf Korsika bei einer Schießerei ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt worden. Der Vorfall habe sich am Samstag kurz vor neun Uhr ereignet, als auf dem Platz in Sartène schon viele Menschen unterwegs waren, teilte die Gendarmerie der französischen Mittelmeerinsel mit.
Drogen-Boss in Mexiko gefasst
Im Kampf gegen die Drogenmafia ist den mexikanischen Sicherheitskräften die Festnahme eines weiteren führenden Kriminellen gelungen. Die Polizei habe einen engen Vertrauten des in der vergangenen Woche gefassten Drogenbarons Edgar Valdez alias „Die Barbie” gefasst, teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit mit. Demnach nahmen die Ermittler den auch „Der Kojote” genannten Mauro González Escorcia sowie dessen Bruder Miguel und eine 41-jährige Frau im zentralmexikanischen Bundesstaat Morelos fest.
„Earl“ verschont USA
Hurrikan „Earl“ hat die Ostküste der Vereinigten Staaten verschont. Der Wirbelsturm verlor schneller als erwartet an Kraft und wurde zu einem Tropensturm herabgestuft, wie Meteorologen am Freitagabend erklärten. Auf einer vor North Carolina gelagerten Inselkette kam es zwar zu Überflutungen und Stromausfällen, das Zentrum des Sturms blieb aber über dem offenen Meer.
Loveparade-Gedenktafel installiert
An einer Mauer am Ort der Loveparade-Katastrophe in Duisburg ist am frühen Samstagmorgen eine Gedenktafel angebracht worden. Auf der schlichten, etwa 70 mal 100 Zentimeter großen Bronze-Tafel steht geschrieben: „Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade -24. Juli 2010.“
Taliban-Kommandeur festgenommen
Soldaten der afghanischen Streitkräfte und der NATO haben ein Versteck der Taliban in Nordafghanistan ausgehoben. Die NATO erklärte am Samstag, bei der Militäraktion in der Provinz Tachar seien am Freitag sechs Aufständische getötet worden. Ein Kommandeur wurde festgenommen.
Seelöwin fällt Jungen (11) an
Eine Seelöwin hat am Freitag einen elfjährigen Jungen in einem Zoo in Sydney angegriffen. Im Rahmen des Showprogramms mit Seehunden und Seelöwen luden Tierpfleger des Taronga Zoos den Jungen ein, das acht Jahre alte Weibchen mit Fisch zu füttern. Nach der Fütterung folgte der Junge dem Tier von der Bühne, wodurch sich die Seelöwin offenbar bedroht fühlte. Sie biss den Jungen mehrere Male in den Bauch. Der Junge wurde noch in der Nacht operiert und erholte sich am Samstag von seinen Verletzungen im Krankenhaus.
Stuttgart 21: Neue Massendemo
Die neue Demo-Hauptstadt Stuttgart macht ihrem Namen alle Ehre: Der Protest gegen das Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 ebbt nicht ab. Am Freitagabend sind erneut mehrere zehntausend Menschen auf die Straße gegangen. An einem Protestzug durch die Stuttgarter Innenstadt beteiligten sich nach Angaben der Polizei mindestens 30 000 Menschen, die Veranstalter sprachen von 65 000 Teilnehmern.
Google im Visier der US-Justiz
Nach mehreren Beschwerden von Wettbewerbern untersucht die US-Justiz nun die Reihenfolge der Suchergebnisse beim Internetriesen Google. „An uns ist kürzlich die Staatsanwaltschaft von Texas herangetreten, die die Position von Google bei den Wettbewerbsrechten untersucht“, schrieb der stellvertretende Chef-Jurist Don Harrison am Freitag (Ortszeit) in einem Blog des US-Unternehmens.
Mexiko: 6 Tote bei Absturz
Beim Absturz eines Kleinflugzeuges in Mexiko sind sechs Menschen, darunter mehrere Politiker, ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, waren zwei Abgeordnete des mexikanischen Parlamentes sowie ein Bürgermeister bei dem Unglück am Freitag im südlichen Bundesstaat Oaxaca an Bord der Cessna-Maschine. Der Absturz in der Nähe des Flughafens in Huatulco sei auf schlechtes Wetter und Pilotenfehler zurückzuführen.