Lage in Bangkok eskaliert
Thailändische Soldaten und Oppositionelle haben sich am Mittwoch in Bangkok heftige Schusswechsel geliefert. Wie ein AFP-Reporter von vor Ort berichtete, wurden dabei zwei Rothemden getötet. Die Sicherheitskräfte hatten zuvor die von den Rothemden errichteten Barrikaden des Protestcamps durchbrochen. Mindestens sieben weitere Oppositionelle wurden verletzt.
Toyota ruft 11 500 Lexus zurück
Toyota muss erneut eine Rückrufaktion starten: Wegen eines Problems bei der Lenkung werden in Japan 4500 Fahrzeuge des Oberklasse-Modells Lexus LS in die Werkstätten zurückgerufen, wieder Autohersteller mitteilte. Vermutlich sind außerdem 7000 Fahrzeuge im Ausland betroffen.
Bulldogge verletzt Siebenjährige
Eine amerikanische Bulldogge hat ein siebenjähriges Mädchen in Warin (Kreis Nordwestmecklenburg) am Dienstagabend lebensgefährlich verletzt. Sie war mit einem Schäferhund ihres 51 Jahre alten Stiefvaters Gassi gegangen, als dieser auch die Bulldogge aus dem Zwinger ließ. Der Hund rannte hinter dem Mädchen her, stieß es um und zerrte es an den Haaren, wie die Polizei in Schwerin berichtete. Der Stiefvater trennte den Hund vom Mädchen und sperrte ihn ein. Die Siebenjährige wurde in die Uni-Klinik Rostock geflogen. Gegen den Stiefvater wird nun unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
Euro fällt unter 1,22 Dollar
Der Euro ist an den asiatischen Börsen unter einen Kurs von 1,22 Dollar gefallen und hat damit einen neuen niedrigsten Stand seit vier Jahren erreicht. An der Börse in Tokio lag der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung am Mittwoch zeitweise bei 1,2144 Dollar.
Schäuble: Keine Steuererhöhungen
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Sanierung der Staatsfinanzen ohne Steuererhöhungen bewältigen. Das entspreche den Vereinbarungen in der schwarz-gelben Koalition, sagte Schäuble in der ARD. Allerdings werde es wohl einen Subventionsabbau auch bei Steuervergünstigungen geben müssen.
Spekulative Leerverkäufe verboten
Zur Eindämmung der Spekulationen an den Finanzmärkten ist seit Mitternacht ein Verbot ungedeckter Leerverkäufe von Anleihen der Staaten in der Euro-Zone in Kraft. Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Dienstagabend mitteilte, sind auch ungedeckte Leerverkäufe von Aktien mehrerer Finanzunternehmen untersagt, darunter die von Allianz, Commerzbank, Deutscher Bank und Postbank.
Euro auf Vier-Jahres-Tief
Der Kurs des Euro ist am Dienstag im Handel in New York erstmals seit April 2006 unter die Marke von 1,22 US-Dollar gefallen. Vor allem das Verbot von ungedeckten Leerverkäufen in Deutschland durch die Finanzaufsicht BaFin habe eine erneute Talfahrt ausgelöst, sagten Händler. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel zeitweise auf ein neues Vierjahrestief von 1,2162 Dollar. Zuletzt kostete ein Euro 1,2215 Dollar.
Obama-Attentat als Geometrie-Aufgabe
Ein Mathelehrer in den USA hat mit einem ungewöhnlichen Lehrbeispiel das Interesse des Geheimdienstes auf sich gezogen. Der Lehrer erklärte seinen Schülern geometrische Winkel anhand eines fiktiven Anschlags auf den Präsidenten mit einer Schusswaffe. Der Vorfall wurde den Behörden gemeldet, und kurz darauf musste sich den Lehrer aus dem US-Staat Alabama dem Geheimdienst erklären. Die Ermittler konnten jedoch keine mittelbare Bedrohung erkennen und stellten die Untersuchung ein.
Keine Staatshilfe für Opel?
Opel hat einem Medienbericht zufolge praktisch keine Aussichten mehr auf Staatshilfe. Internen Unterlagen zufolge lehne der Bürgschaftsausschuss Subventionen für den Autohersteller ab, berichtet die „Financial Times Deutschland“.Nach wie vor seien wichtige „Voraussetzungen für die Unterstützung des Restrukturierungsplans von Opel nicht erfüllt“, heißt es in dem Papier.
Lübeck: Firma saniert kaputte Straße selbst
Der Lübecker Unternehmer Winfried Stöcker, Chef der Labordiagnostik-Firma Euroimmun (900 Mitarbeiter), will der Stadt die Sanierung einer Straße schenken. Auf eigene Kosten will Stöcker die Straße Seekamp vor seiner Unternehmenszentrale instand setzen lassen, wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten. „Ich schäme mich vor unseren ausländischen Gästen wegen des Straßenzustands“, sagte Stöcker der Zeitung. Für die Sanierung von rund einem Straßenkilometer will er 210 000 Euro bezahlen.
Ölpreis rutscht wieder ab
Der Ölpreis kann seinen Sinkflug an den internationalen Rohstoffmärkten nicht stoppen. Nach anfänglichen Zugewinnen auf bis zu 72,52 Dollar rutschte der Preis für ein Barrel der Referenzmarke am Dienstag an der New Yorker Rohstoffbörse bis kurz vor Handelsschluss wieder auf 69,54 Dollar.
Ölpest: US-Minister gesteht Mitschuld
US-Innenminister Ken Salazar hat eine Mitschuld der Regierung an der Ölpest im Golf von Mexiko eingeräumt. Sein Ministerium habe es versäumt, Tiefseebohrungen richtig zu überwachen und die Ölindustrie rechenschaftspflichtig zu machen, sagte er vor dem US-Kongress. In seinem ersten Auftritt vor dem Parlament seit dem Untergang der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April versprach der Minister, die ihm unterstellte Aufsichtbehörde, die Mineral Management Service, solle mehr Kompetenzen erhalten, besser ausgestattet und unabhängiger werden.
WM-Anschlag: Dänen als Ziel
Das wegen eines geplanten Anschlags auf die Fußball-WM festgenommene al-Qaida-Mitglied im Irak hatte nach eigenen Worten die niederländische und die dänische Nationalelf sowie deren Fans im Visier. Er und seine Freunde hätten sich dafür rächen wollen, dass der Prophet Mohammed in jenen Ländern beleidigt worden sei, sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur AP, das von den irakischen Sicherheitsbehörden arrangiert wurde.
Ab 2020 nur Null-Energie-Häuser erlaubt
Alle neuen Gebäude in der Europäischen Union müssen ab 2020 strenge Vorschriften zum Energiesparen erfüllen. Das Europäische Parlament stimmte abschließend für entsprechende Richtlinien. Neue Wohnhäuser und Bürogebäude müssen demnach ab diesem Jahr so gebaut werden, dass sie nahezu ebenso viel Energie erzeugen wie sie verbrauchen. Für neue öffentliche Gebäude sollen die Vorschriften bereits zwei Jahre früher gelten.
Schweden: Zwei Kosovaren angeklagt
Nach dem Brandanschlag auf das Haus des schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks hat die schwedische Justiz zwei aus dem Kosovo stammende Männer angeklagt. Die 19 und 21 Jahre alten schwedischen Staatsbürger kosovarischer Abstammung seien wegen „versuchten kriminellen Brandaktes“ angeklagt worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Helsingborg mit. Die beiden Männer waren am Wochenende festgenommen worden, nachdem persönliche Gegenstände am Tatort gefunden worden waren.