High Tech: PS3: Update auf die Firmware 3.4.1 führt zu Problemen mit der Festplatte
Kultur: Die Oberharzer Wasserwirtschaft gehört jetzt zum Weltkulturerbe
Auto: Autowäsche für 8.500 Euro
Brennpunkte: England: Krankenschwester hatte eine Affäre mit einem schwerkranken Patienten
Kurioses: Kanada: Richter fordert von Asylberwerberin Sex für Aufenthaltsgenehmigung
Niederlande: Abzug aus Afghanistan
Nach vierjährigem Einsatz in der südafghanischen Provinz Urusgan hat die niederländische Armee mit ihrem Abzug vom Hindukusch begonnen. „Die niederländischen Kräfte haben sich in Urusgan ausgezeichnet”, erklärte die NATO-Truppe ISAF anlässlich der Übergabe des Kommandos. Die NATO werde nach dem Abzug der 1950 niederländischen Soldaten in der Provinz „ihre derzeitigen Kapazitäten beibehalten, vor allem mit Blick auf Kampftruppen, Ausbildung und Wiederaufbau”. Die niederländischen Einheiten sollen durch Soldaten aus den USA, Australien, Singapur und der Slowakei ersetzt werden. Die Niederlande hatten sich seit dem 1. August 2006 an dem internationalen Afghanistan-Einsatz beteiligt. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte die Arbeit der Niederländer als „Maßstab für andere” gelobt, und die Militärallianz hatte sich eigentlich eine Verlängerung des Einsatzes um ein Jahr bis zum August 2011 gewünscht. Innenpolitisch war das Engagement der niederländischen Streitkräfte am Hindukusch aber äußerst umstritten. Im Februar zerbrach die Regierung in Den Haag an dem Streit über den Abzugstermin.
Sport: Ruderteam stellt neuen Rekord bei Atlantiküberquerung auf
Bergsteiger stirbt in den Alpen
Ein deutscher Bergsteiger aus Unterhaching ist in den österreichischen Alpen abgestürzt und gestorben. Der 50 Jahre alte Mann war mit einem Freund in 2000 Metern Höhe am Hochkönig unterwegs, als er auf dem steil abfallenden Weg ausrutschte und rund 100 Meter in die Tiefe stürzte. Wie die Sicherheitsdirektion Salzburg weiter mitteilte, konnte die Bergrettung nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Zsa Zsa Gabor kommt nach Hause
Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor soll rund drei Wochen nach ihrer Hüftoperation am Freitag wieder aus demKrankenhaus entlassen werden. Die 93-Jährige werde die nächsten Tagenoch Physiotherapie erhalten, erklärte ihr Sprecher John Blanchette. Gabors Mann Frederic Prinz von Anhalt sagte demnach, die Diva scherze mit den Krankenschwestern, wirke aber deprimiert. Er hoffe, dass sich ihre Stimmung zu Hause bessere. Gabor war Blanchett zufolge am 17. Juli an der Hüfte operiert worden. Die 93-Jährige fiel demnach aus dem Bett, als sie zum Telefonhörer greifen wollte. Gabor ist seit einem Autounfall Ende 2002 teilweise gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. 2005 soll sie einen Schlaganfall erlitten haben.
Afghanistan: Tote bei Anschlag
Bei einem Bombenanschlag in Südafghanistan sind am Sonntag sechs Zivilpersonen getötet worden. Neun weitere Menschen wurden verletzt, als ein Kleinbus von der Explosion eines am Straßenrand versteckten Sprengsatzes getroffen wurde, wie die Behörden in der Provinz Kandahar mitteilten. In der Hauptstadt Kabul erschossen Soldaten der afghanischen und der internationalen Truppen einen Aufständischen. Sie seien einem Hinweis nachgegangen, dass Extremisten einen Selbstmordanschlag planten, erklärte die NATO. Der Mann habe das Feuer auf die Soldaten eröffnet, als diese ein Viertel nach Aufständischen durchsuchten.
Irak: Zahl der Hinrichtungen gestiegen
Im Irak ist die Zahl der Hinrichtungen im vergangenen Jahr drastisch angestiegen. Das Land liegt bei der Vollstreckung von Todesurteilen inzwischen weltweit an dritter Stelle, wie aus einer Studie der Menschenrechtsorganisation Hands Off Cain hervorgeht. Die meisten Hinrichtungen gab es demnach im vergangenen Jahr in China, an zweiter Stelle folgt der Iran. Weltweit ging die Zahl der Exekutionen dagegen um rund 50 Prozent zurück.
Spitzensteuersatz auf 50% erhöhen
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat vorgeschlagen, den Spitzensteuersatz auf 50 Prozent anzuheben. „Wir müssen dafür sorgen, dass der Staat genug Ressourcen hat, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern”, sagte Bofinger der„Wirtschafts-Woche”. Die Grundsteuerlast in Deutschland sei im internationalen Vergleich eher niedrig, sagte der Ökonom, der Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist. Bei der Einkommensteuer müsse daher diskutiert werden, „ob wir den Spitzensteuersatz wieder auf 50 Prozent erhöhen - allerdings sollte er erst ab einem höheren Einkommen als bisher greifen.” Außerdem solle auch über die Wiedereinführung der Vermögensteuer nachgedacht werden. Der Spitzensteuersatz liegt derzeit bei 42 Prozent und wird ab einem Einkommen von etwa 52 000 Euro fällig. Auch die SPD denkt derzeit darüber nach, für einen höheren Spitzensteuersatz und höhere Einkommensgrenzen zu plädieren, um die Finanzierbarkeit staatlicher Leistungen zu erhalten.
China: Tote nach Minen-Explosion
Im Norden Chinas sind mindestens 17 Menschen bei einer Explosion in einem Bergwerk ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in einer Kohlemine nahe der Stadt Linfen in der Provinz Shanxi, wie die chinesische Behörde für Arbeitssicherheit mitteilte. In der Provinz Heilongjiang saßen 24 Menschen in einer überfluteten Mine fest. Zu der Explosion in der Provinz Shanxi kam es offenbar im Schlafsaal der Arbeiter des Bergwerks, in dem nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua illegal Sprengstoff gelagert wurde. Rund 70 Arbeiter seien bei dem Unglück verletzt worden, mehrere von ihnen schwer. Dem Bericht zufolge nahm die Polizei einen Verdächtigen fest, der für die Lagerung des Sprengstoffs in dem Schlafsaal verantwortlich sein soll. Die Behörden befürchteten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte.
Gazastreifen: Israelische Angriffe
Als Reaktion auf den anhaltenden Raketenbeschuss militanter Palästinenser haben israelische Kampfflugzeuge erneut Ziele im Gazastreifen angegriffen. Wie die israelische Tageszeitung „Haaretz” unter Berufung auf Armeeangaben berichtete, wurden zwei Schmugglertunnel im Süden des Palästinensergebiets beschossen. Berichte über mögliche Opfer gab es nicht. Wenige Stunden vor den Angriffen war demnach eine Tagesbetreuungsstätte für Behinderte im israelischen Grenzgebiet von einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Rakete getroffen worden. An dem Gebäude sei erheblicher Schaden entstanden, verletzt worden sei aber niemand. Bei den schwersten israelischen Luftangriffen seit Wochen war bereits am Freitagabend ein Mitglied der radikal-islamischen Hamas getötet worden. Acht weitere Palästinenser wurden verletzt. Zuvor hatten palästinensische Extremisten den Ort Aschkelon in Südisrael beschossen.
Harzer Wasserwirtschaft Welterbe
Das Unesco-Welterbekomitee hat in Brasília die Harzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe erklärt. Das sagte die Welterbe-Beauftragte der Kultusministerkonferenz der Länder, Birgitta Ringbeck, in der brasilianischen Hauptstadt in einem Telefoninterview. Die 21 Unesco-Experten hätten einstimmig beschlossen, das Wassersystem, das schon vor 800 Jahren Energie für den Bergbau erzeugt hat, in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen, betonte die Unesco-Sprecherin Sue Williams. Deutschland hatte die Harzer Wasserwirtschaft als Erweiterung der Welterbestätte „Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar” nominiert, die seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört.
Neue Regelung zum Sonntagseinkauf
Die neue Verordnung zum Einkauf an Sonntagen in touristischen Zentren Mecklenburg-Vorpommerns hat von heute an Gültigkeit. Die sogenannte Bäderregelung des Wirtschaftsministeriums beinhaltet, dass im Vergleich zu den Vorschriften davor der Sonntagseinkauf zwischen März und Oktober künftig um zwei Stunden reduziert und in weniger Orten als bislang möglich sein wird. Das Land reagiert damit auf eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Greifswald, das im April die ein Jahr zuvor vom Landtag beschlossene Regelung für unwirksam erklärt hatte. Die Öffnungszeiten werden nach der neuen Variante am Sonntag auf 13 Uhr bis 18 Uhr festgesetzt. In 96 Orten und Ortsteilenkönnen Geschäfte zwischen dem letzten Sonntag im März und Ende Oktober mit Ausnahme der Feiertage öffnen. Bislang war der Sonntagsverkauf in 149 Kommunen möglich. Baumärkte, Möbel- und Autohäuser bleiben sonntags landesweit geschlossen.
Mexiko: 4 entführte Reporter frei
Vier Journalisten, die Anfang vergangener Woche in Mexiko von Drogenkriminellen entführt worden waren, sind wieder frei. Wie das mexikanische Sicherheitsministerium mitteilte, wurden sie in den vergangenen Tagen von ihren Entführern, einer Zelle des Pazifikkartells, freigelassen oder von der Polizei befreit. Die Reporter waren am Montag verschleppt worden, als sie an einem Gefängnis in der Stadt Gomez Palacio recherchierten. Von diesem Gefängnis aus hatten Häftlingen mit Zustimmung der Gefängnisleitung nächtliche Mordzüge im Nachbarstaat Coahuila unternommen. Zuletzt wurden nach Angaben des Ministeriums zwei Fernsehreporter aus Coahuila von der Polizei befreit, die beiden anderen waren zuvor von den Kidnappern freigelassen worden. Die Entführung der vier Reporter hatte landesweit Aufsehen erregt. Often den Entführungen von Journalisten, die als Polizeireporter meist über die Machenschaften der Drogenkartelle berichten, mit deren Ermordung.
Schaller will sich Verantwortung stellen
Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller will sich der eigenen Verantwortung an der Katastrophe von Duisburg stellen. „Für mich ist erst einmal wichtig, aufzuklären, wer welche Verantwortung trägt. Und welche Verantwortung wir dabei haben”, sagte Schaller der „Bild am Sonntag”. Den Kontakt mit den Opferfamilien wolle er allerdings vorerst meiden. Er halte einen solchen Schritt derzeit für „eine falsche Geste” und wolle in der jetzigen Phase der Trauer nicht stören. „Ich will keine Dinge machen, die von den Angehörigen als provozierend empfunden werden könnten.” Zu einem späteren Zeitpunkt möchte sich Schaller aber mit den Angehörigen der Opfer treffen, sagte er dem Blatt.
Chelsea Clinton verheiratet
Chelsea Clinton ist verheiratet. DieTochter von Ex-Präsident Bill und US-Außenministerin Hillary Clinton und der Investmentbanker Marc Mezvinsky versprachen sich in Rhinebeck nördlich von New York die Ehe, wie CNN meldete. In einer Erklärung ihrer Eltern ist von einer „wunderschönen Zeremonie in Astor Courts” die Rede, Details wurden jedoch nicht bekannt: Die Feier fand streng abgeschirmt in dem Städtchen im Tal des Hudson Rivers statt, viele Straßen und umliegende Gebiete waren abgesperrt, ebenso der Luftraum. Angeblich hat die Feier mehrere Millionen Dollar gekostet, Quellennahe des Ex-Präsidenten sprechen allerdings von „weniger als einer Million”. Das 30 Jahre alte Einzelkind des Politikerpaares und der 32-Jährige, eines von zehn Kindern eines anderen Politikerpaares, hatten sich Ende vorigen Jahres verlobt. Beide leben in New York.
Bayern: Striktes Rauchverbot in Kraft
In der bayerischen Gastronomie gilt seit Mitternacht das bundesweit strengste Rauchverbot. Ab sofort darf auch in Nebenräumen von Gaststätten und Diskotheken, in kleinen Kneipen und Bars sowie in Bier- und Festzelten nicht mehr gequalmt werden. Nach jahrelangem Hin und Her der CSU-geführten Staatsregierung hatte sich die bayerische Bevölkerung in einem Volksentscheid am 4. Juli für ein solch striktes Verbot entschieden - 61 Prozent der Wähler stimmten dafür. Ausnahmen gibt es nur für private Feiern in Gaststätten. Zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes riefen Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) und der Hauptinitiator des Volksbegehrens, Sebastian Frankenberger, Wirte und Raucher auf, das Rauchverbot strikt zu befolgen.